FAQ – Die häufigsten Fragen rund um die Aroniabeere

Nachfolgend finden Sie häufig gestellte Fragen (FAQ) rund um das Thema Aronia, die Nährstoffe, die richtige Dosierung und positiven Effekte auf den Körper

 

Woher kommen Aroniabeeren?

woher stammen aroniabeeren

Woher stammen Aroniabeeren?

Die Heimat der schwarzen Beeren ist der östliche Teil des südamerikanischen Kontinents. Dort gedeiht die Pflanze in vielen Ländern und es sind 15 verschiedene Arten der Beere bekannt. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts wurden die ersten Pflanzen in Nordamerika kultiviert und zu hochproduktiven Sorten herangezüchtet. Im 19. Jahrhundert kamen die ersten Pflanzen in Russland an. Als Obstsorte wurde sie dort aber erst 1964 anerkannt, jedoch schon viel früher verzehrt.

 

Wie schmecken Aroniabeeren?

Frische Aroniabeeren haben einen herben Geschmack, deswegen werden sie in dieser Form eher selten gegessen. Möglich ist es aber. Sie können beispielsweise Müslis, Desserts oder Getränken zugesetzt werden. Es empfiehlt sich, Aronia mit süßen Früchten zu mischen, um den herben Geschmack abzumildern. Aronia wird gerne auch zu Saft gepresst, für Konfitüre verwendet oder getrocknet gegessen. Diese Verarbeitungsformen verändern den Geschmack, sodass er weniger herb wird.

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Wie können Aroniabeeren verwendet werden?

Aronia wird entweder gegessen oder getrunken. Essen kann man die Beeren in folgender Form:

  • frisch (so haben sie einen sehr herben Geschmack), z.B. in Desserts oder Müslis
  • als Konfitüre
  • getrocknet (z.B. zum Backen)

Getrunken werden sie so:

 

Enthalten frische Aroniabeeren wirklich Blausäure?

Blausäure ist giftig, das weiß jeder. In der frischen Aroniabeere enthalten aber lediglich die kleinen Kerne einen gewissen Anteil an Cyanid. Um ihn freizusetzen, müsste man die Kerne schon im Mund so fein zermahlen, wie es fast nicht möglich ist. Daher ist selbst der Verzehr der frischen Aroniabeere unbedenklich. Bei anderen Aroniaprodukten haben die Früchte meist eine Wärmebehandlung erhalten, dadurch wird die Blausäure in den Kernen abgebaut. Diese Produkte sind damit noch ungefährlicher als die frische Aroniabeere.

 

Gibt es Wechselwirkungen mit Medikamenten?

Derzeit sind keine Wechselwirkungen mit Medikamenten bekannt. Wenn Wirkstoffe eingenommen werden, die mit Lebensmitteln mit hohem Vitamin-K-Gehalt problematisch werden könnten, sollte der Verzehr von Aroniabeeren mit dem Arzt abgesprochen werden.




Gibt es (Kreuz-)Allergien?

Die auch als Apfelbeere bekannte Frucht sollte bei starker Apfelallergie gar nicht oder erst nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt verzehrt werden. Es kann andernfalls zu Reaktionen kommen. Sowohl Äpfel als auch die Apfelbeere gehören zur Familie der Rosengewächse und sind sich somit relativ ähnlich.

 

Eignen sich Aroniaprodukte für Diabetiker?

Diabetiker können Aroniaprodukte bedenkenlos konsumieren. Sie enthalten natürlich Fruchtzucker, doch dieser hilft eher dabei, den Blutzuckerspiegel zu regulieren.

 

Eignen sich Aroniaprodukte bei Fructose-Intoleranz?

Prinzipiell spricht auch bei Fructose-Intoleranz nichts gegen die Einnahme von Aroniaprodukten. Betroffene sollten lieber erst eine sehr geringe Menge essen oder trinken und auch verschiedene Produkte ausprobieren, um ihre Reaktion auf die Frucht zu testen.

 

Eignen sich Aroniaprodukte bei Krebs?

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Hilft Aronia auch bei Krebs?

Aroniaprodukte dürfen nach Rücksprache mit dem behandelnden Onkologen auch bei bestehenden Krebserkrankungen eingenommen werden. Insbesondere dann, wenn die Behandlung aus einer Chemotherapie besteht, kann Aronia den Körper dabei unterstützen, die Chemotherapie besser zu überstehen. Dabei sind folgende Mechanismen wichtig:

  • Unterstützung der Ausschwemmung von Giftstoffen (Chemotherapien sind Giftstoffe, die die am schnellsten wachsenden Zellen abtöten, also die Krebszellen – ist das passiert, muss das Gift wieder aus dem Körper heraus)
  • Erhöhung der Bioverfügbarkeit von Nährstoffen aus anderen Lebensmitteln (Chemo-Patienten brauchen Vitalstoffe, um die Therapie zu überstehen, aber auch, um Nährstoffverlust durch Erbrechen wieder auszugleichen)
  • Unterstützung der Erholung nach der Chemotherapie
  • Lieferung wichtiger Nähr- und Vitalstoffe

 

Aroniaprodukte eignen sich sogar zur Vorbeugung von Krebs. Sie wirken antioxidativ und dämmen damit einen Überschuss an freien Radikalen ein. Diese schädigen in zu hoher Menge die DNA unserer Zellen und das kann ein möglicher Auslöser von Krebs sein.

 

Eignen sich Aroniaprodukte für Kinder und Schwangere?

Kinder und Schwangere können von Aronia nur profitieren. Bereits in Russland wurde Kindern früher Aroniasaft gegeben, auch heute ist das absolut empfehlenswert. Die enthaltenen Inhaltsstoffe fördern das Wachstum und unterstützen die gesunde Entwicklung. Kinder brauchen etwas weniger Saft als Erwachsene und wissen meist instinktiv, wie viel ihnen gut tut. Am besten wird der Saft mit Wasser verdünnt, damit er ihnen schmeckt. Auch für Schwangere sind ca. 100 ml Aroniasaft oder ein Esslöffel getrocknete Aroniabeeren pro Tag eine gute Empfehlung. Das liefert wichtige Nährstoffe und erhöht die Bioverfügbarkeit von Nährstoffen aus anderen Lebensmitteln, sodass Schwangere gleich doppelt profitieren.




Eignet sich Aronia zum Färben?

Aroniabeeren geben Lebensmitteln eine wunderschöne blau-lila Farbe. Sie sind als natürlicher Farbstoff bestens geeignet. Mit getrocknetem Aroniapulver lassen sich beispielsweise auch Smoothies, Müslis, Bowls oder feine und empfindliche Backwaren wie Macarons wunderbar einfärben. Hier entsteht je nach Lebensmittel und Zusammensetzung ein blauer bis lila Farbton. Gefärbt werden können aber auch Stoffe, die entweder weiß oder naturfarben sind. Die Färbung wird eher blau. Hellblonde Haare nehmen durch eine Behandlung mit Aroniasaft ebenfalls eine leicht blaue Färbung an, die aber schnell wieder herausgewaschen ist und auch nicht immer funktioniert.

 

Welche Mengen sollte man einnehmen?

Für Erwachsene empfehlen sich ca. 100 ml Aroniasaft oder ein Esslöffel getrockneter Beeren pro Tag. Bei Kindern sind es je nach Alter weniger. Kinder wissen oft selbst genau, wie viel ihnen gut tut. Wenn sie nicht mehr möchten, sollte man sie nicht zwingen. Wie genau Aroniaprodukte konsumiert werden, obliegt jedem selbst und ist Geschmackssache.

 

Saft, Pulver, Trockenobst – was ist besser?

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Bietet Aronia als Trockenobst die höchste Nährstoffdichte?

Hochwertig hergestellte Aroniaprodukte sind unabhängig von ihrer Form gleichermaßen gute Nährstofflieferanten. Somit ist es Geschmackssache, wie die Aroniabeere konsumiert wird. Leicht und schnell geht es in Form von Saft oder Tee. Wichtig hierbei ist, dass es sich um Direkt- oder Muttersaft handelt, da hierbei möglichst viel von der Frucht im Saftglas landet. Getrocknete Beeren eignen sich gut für Müslis, zudem werden hiervon geringere Mengen benötigt, die sich gut ins Frühstück integrieren lassen. In Pulverform kann Aronia sogar unterwegs als Smoothie konsumiert werden. Aroniakapseln* enthalten ebenfalls Pulver und eignen sich für Eilige, die wenig Zeit haben.

 

Was tun gegen Blaufärbung der Zähne?

Ähnlich wie manche Holunderprodukte kann Aronia die Zähne leicht bläulich färben. Das ist natürlich und unbedenklich, auch wenn es im ersten Moment unschön aussieht. Mit guter Zahnhygiene lassen sich blaue Verfärbungen jedoch gut wieder rückgängig machen. Am besten werden die Zähne gleich nach dem Verzehr von Aroniaprodukten geputzt, dann haben Verfärbungen keine Chance.

 

Eignen sich Aroniaprodukte für Vegetarier und Veganer?

Reine Aroniaprodukte sind sowohl vegetarisch als auch vegan. Das trifft beispielsweise auf Saft, Pulver oder getrocknete Beeren zu. Auch die meisten Konfitüren, Sirups oder Tees enthalten keinerlei tierische Erzeugnisse. Bei Fertigprodukten mit Aronia-Anteil sollte man hingegen genauer hinschauen. Viele Produkte tragen ohnehin einen Vermerk, ob sie vegetarisch oder vegan sind.