Die Aroniabeere – Heilkräfte von Apfelbeeren

Superfood Aroniabeere – Stress, Entzündungen im Körper, Umwelteinflüsse (Smog und UV-Strahlung) sowie schlechte Ess- und Schlafgewohnheiten – das alles kann zu Lasten unserer Gesundheit zu einer Abwärts-Spirale führen, die kaum mehr aufzuhalten ist.

aroniabeeren am zweig

Unser Körper kann sich nicht mehr wehren, ist schutzlos den freien Radikalen ausgeliefert, die ihn altern lassen und auch dafür sorgen können, dass die Zellen entarten und es möglicherweise zu Krebs kommen kann.

Wir können aber etwas tun, um diesen Prozessen aktiv entgegenzusteuern, damit Krankheiten gar nicht erst entstehen. Die Kraft von Mutter Natur, die wir entfesseln können und die uns als Schutzschild dient, heißt Aroniabeere, auch Apfelbeere genannt.

 

Der Star unter den „Superfoods“

Die Aroniabeere (Aronia melanocarpa) ist weitaus mehr als nur eine erbsengroße, dunkel-violette Frucht, die ihren Siegeszug um die Welt angetreten hat. Aronia Pflanzen wachsen und gedeihen sowohl im Flachland als auch im Gebirge und sind längst in Polen und Russland zu den Heilpflanzen erklärt worden.

Das bedeutet, dass ihr Nährstoffgehalt um ein Mehrfaches erhöht ist. Ihnen wird eine gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben.

Sie bewahren unseren Organismus vor oxidativem Stress, der entsteht, wenn unser Schutzsystem aus den Fugen gerät und die freien Radikale unkontrolliert schalten und walten können wie sie wollen. Damit sich unser Körper gegen Krankheiten wehren kann, ist es wichtig, dass Obst- und Gemüse, das wir zu uns nehmen, einen hohen Vitalgehalt hat.

 

Aroniabeeren als Wunderwaffe bei Krankheiten

Die Aroniabeeren mit ihrem leicht säuerlichen Geschmack sind deswegen so wertvoll und sollten eigentlich ständiger Bestandteil unserer Nahrungsaufnahme sein, weil sie sekundäre Pflanzenstoffe enthalten wie etwa Polyphenole, die dazu beitragen, dass die Balance im Körper wieder hergestellt wird.

Darüber hinaus sind diese Wunderwaffen gegen das Altern nicht nur Radikalfänger, sondern enthalten auch jede Menge Vitamin C, das die Abwehr bei ihrer Tätigkeit unterstützt sowie Riboflavin (B2), Folsäure (gerade für Schwangere wichtig), Vitamin E, K sowie Provitamin A. Jod, Zink und Eisen sorgen dafür, dass der Energiestoffwechsel bzw. die Fettverbrennung auf Touren kommt, während Kalium eine wichige Quelle für starke Nerven ist und Calcium unseren Knochen zugute kommt und sie stärkt.

 

Anti-Aging mit der Aroniabeere

Mit ihren gehaltvollen Pflanzenstoffen stellt die Aroniabeere einen wichtigen Regulator für das Herz-Kreislauf-System dar. Sie trägt dazu bei, dass die Gefäße elastischer und jünger werden. Die Einnahme von Produkten, die aus der Aroniabeere hergestellt wurden, beugt somit Gefäßerkrankungen vor, was einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung unserer Gesundheit darstellt.

Diese kleine, dunkle Beere kann aber weitaus mehr: Sie reguliert den Blutdruck und wirkt sich sogar positiv auf den Cholesterinspiegel aus. Folglich werden Arterienverkalkungen mit Hilfe der Aroniabeere verlangsamt, was wiederum einen Anti-Aging-Beitrag dieser wachsartig überzogenen Früchte darstellt.

Auch deswegen sind Aroniabeeren so unverzichtbar: Durch ihre Einnahme – ob in Tablettenform, als Saft oder als Pulver – werden aufgrund der enthaltenen Flavonoide nicht nur Entzündungen verhindert, sondern der Verzehr bzw. die Einnahme von Produkten aus der Aroniabeere steigert auch noch die Aufnahme von weiteren Vitaminen und Mineralien.

So gesehen, kann die Aroniabeere als eine Art Multiplikator angesehen werden, der Selbstheilungsprozesse in unserem Körper in Gang setzt.

getrocknete beeren aroniabeere

Verschiedene getrocknete Beeren – By WhistlingBird (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons 1 Korinthen, 2 schwarze Maulbeeren, 3 weiße Maulbeeren, 4 Physalis (Blasenkirschen), 5 Aronia (Apfelbeeren), 6 Sanddorn, 7 Himbeeren, 8 Kumquatten, 9 Weiße (im Schatten getrocknete) Weinbeeren, 10 Blaubeeren (Heidelbeeren), 11 Goji (Bocksdorn), 12 Kirschen, 13 Moosbeeren, 14 Sauerkirschen und 15 Berberitzen.


 

Schutzschilde für den Körper

Die vorbeugende Wirkung der Aroniabeere ist nicht zu unterschätzen: Die Einnahme der Wirkstoffe aus diesem Kraftspender der Natur ist besonders empfehlenswert bei:

  • Zahnfleischbluten
  • Empfindlicher Magenschleimhaut
  • Gelenkschmerzen
  • Blasen- und Nierenproblemen

Gerade Frauen, die sich in den Wechseljahren befinden, können auf mehrfache Weise von dieser Superfrucht profitieren. Sie führen ihrem Körper ein Vielfaches an Vitaminen und Mineralstoffen zu, die sie gerade jetzt in der Phase des Umbruchs im Hinblick auf den bevorstehenden, neuen Lebensabschnitt brauchen.

Die Aroniabeere macht sie auf indirektem Wege resistenter gegen Stress, auf den sie in diesem Abschnitt ihres Lebens aufgrund des niedrigen oder unausgeglichenen Hormonspiegels besonders sensibel reagieren.

Hier kann die Aroniabeere ausgleichend und harmonisierend wirken und das auf sanfte Weise, ohne in die körpereigenen Prozesse einzugreifen oder zu belasten.

 

Aroniabeere als Vitamin- und Kraftquelle

Auch Allergiker werden von dieser Beere schwärmen, die zudem wertvolle Bitterstoffe enthält, die die Leber- und Gallenfunktion anregen. Ein angegriffenes Immunsystem reagiert bekanntlich mit Symptomen wie Husten, Schnupfen und Atemnot.

Gut zu wissen, dass die Polyphenole in der Aroniabeere zusammen mit Eiweißen eine Verbindung eingehen, die Allergene wiederum neutralisieren und somit außer Gefecht setzen.

Folglich werden auch unsere Abwehrkräfte dadurch gesteigert und wir fühlen uns wieder topfit und leistungsfähig. Das ist die revitaminisierende Wirkung, die hier eintritt und die anderen Antioxidantien nicht für sich in Anpruch nehmen können.

Denn, wenn ein Radikalfänger dem Immunsystem zur Verfügung steht, dann kann er anschließend nicht mehr als Vitamin- und Mineralstoff-Spender dienen.

Nicht so die Aroniabeere. Sie ist ein Multitalent und sollte fester Bestandteil einer Ernährung sein, die sich in erster Linie an der mediterranen Ernährung – viel Obst und Gemüse bzw. sekundäre Pflanzenstoffe – orientiert.

aroniabeere

Aroniabeere – By I.Sáček, senior (Own work) [CC0], via Wikimedia Commons


 

Entzündungen und Kopfschmerz keine Chance

Was Sie mit Sicherheit auch nicht wussten: Ein oder zwei Gläschen Aroniasaft unterstützen die Blutbildung. Der Saft der Beere ist eisenreich und kurbelt den Stoffwechsel an.

So können Blutbildungsstörungen, die oftmals auf einen Nährstoffmangel zurückzuführen sind, verhindert werden. Auch ein gewisser Schutz vor Infekten wird auf diese Weise aufgebaut. Entzündungen im Körper, besonders jene, die latent vor sich hin schlummern, können irgendwann zu einer richtigen Gefahr für unser Wohlergehen werden.

Das in der Aroniabeere enthaltene Anthocycane, wie es in dunklen Beerensorten vorkommt, schützt bekanntlich auch vor Krebs und wirkt zudem antibakteriell, sodass Keime und Krankheitserreger keine Chance haben, sich anzusiedeln.

Auch, wer öfters mit dem Kopfschmerz zu kämpfen hat, sei es aus organischen Gründen oder aber stressbedingt, der wird eine Lobeshymne auf die Aroniabeere anstimmen, denn ihre gefäßerweiternde Wirkung kann Kopfschmerzen und Spannungskopfschmerz lindern, ebenso wie Blaubeerenextrakt bei Migräne zum Einsatz kommt.

 

Leckere Aroniabeeren-Smoothies

Das wirkungsvolle Kernobstgewächs gehört zur Gattung der Rosengewächse und die Aroniabeere lässt sich prima in unseren täglichen Speiseplan integrieren. Es gibt viele schmackhafte Aronia Rezepte zwischen denen man wählen kann.

Wir können die Aroniabeere als Marmelade auf unserem Vollkornbrot am Morgen genießen oder aber, wenn es schnell gehen muss, sogar mit ins Büro nehmen.

 

Gemahlene Aroniabeere als wesentliche Zutat

Das geht so: Man nehme den Mixer oder den Pürierstab aus dem Schrank oder der Schublade und bereitet mit der Hauptzutat, gemahlenen Aroniabeeren, einen leckeren Smoothie zu, der sich problemlos in einen Behälter zum Mitnehmen füllen lässt.

Der leicht säuerliche Geschmack der Aroniabeere (auch erhältlich in getrockneter Form) verträgt sich bestens mit einem weiteren Star unter den Superfoods: Maca-Pulver, auch bekannt als das „Gold der Incas„.

maca pulver mit dosierloeffel

Gold der Inca – Maca Pulver

Zusammen mit Mandel-, Kokos-, Soja- oder Hafermilch und vielleicht einem Pfirsich für einen schönen Teint, gehen die Aroniabeere und das andere Superfood eine unschlagbare Verbindung ein, die jedem zugute kommt, der sie genießt und zu schätzen weiß.

Für die Extraportion Eiweiß können auch Chia Samen dazu gegeben werden. Durch das Quellen der Chiasaat sollte das Getränk aber dann zeitnah verköstigt werden.