Aronia Marmelade – Konfitüre aus der Apfelbeere

Sie sieht aus wie eine etwas zu groß geratene Heidelbeere und gilt hier und da als „Modebeere“: Aronia werden immer beliebter – dabei wird der Aronia Strauch schon seit über 150 Jahren in Europa kultiviert. Hierzulande kennt man sie auch als „Schwarze Eberesche“ oder als „Apfelbeere“. Auch als Aronia Marmelade macht die Beere eine gute Figur!

selbstgemachte aronia marmelade mit loeffel

 

Gute Gründe für Aronia

Aroniabeeren sind voller urgesunder Inhaltsstoffe. Wegen dieser Vorteile gehören sie in eine Reihe mit Hagebutten, Holunder, Schlehen oder auch Weißdorn. Neben einem besonders hohen Gehalt an Flavonoiden enthalten sie viel Vitamin C, K, B2 und A. Dazu kommen Zink, Eisen, Kalium, Magnesium, Kalzium und andere Mineralstoffe.

Letzte Aktualisierung am 18.09.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Die sekundären Pflanzenstoffe wirken entgiftend, schützen also unseren Organismus vor schädlichen freien Radikalen. In Polen und in Russland gelten die gesunden Beeren längst als Heilpflanzen.

Wissenschaftler weisen in aktuellen Studien auf positive Wirkungen der Aronia bei bestimmten gesundheitlichen Problemen hin – dazu gehören Herz-Kreislauf-Probleme und Bluthochdruck sowie Neurodermitis, Magen-Darm-Beschwerden und verschiedene entzündliche Prozesse.

In Deutschland werden sie besonders in Brandenburg und in Sachsen kultiviert. Auch Obstbauern in Rheinland-Pfalz, Bayern, Niedersachsen und Hessen haben die Aronia inzwischen entdeckt. Wer also im Handel nach Beeren aus seiner Region sucht, kann durchaus fündig werden – und so sorgen verkürzte Transportwege für eine gute Umweltbilanz.

Darüber hinaus kann man Aronia auch unkompliziert selbst anbauen: Im eigenen Garten wächst der Strauch pflegeleicht und wenig anspruchsvoll an Wasser- und Düngergaben heran. Ende August sind die Beeren reif und nach der Ernte verschönert ihr leuchtend rot eingefärbtes Laub mit einem herbstlichen Hauch von „Indian Summer“ den Garten.

 

Vielfältiger Genuss

Schöne, pralle Aroniabeeren sind roh wegen ihrer zahlreichen Gerbstoffe kaum genießbar. Ihr zunächst herber und säuerlicher Geschmack würde sehr adstringierend wirken, sodass sich im Mund alles zusammenzieht.

Mit einem Trick lassen sich die Aromen der Beeren leicht wecken: Man friert sie zunächst einfach ein. Dadurch verlieren sie das herbe Aroma, bleiben aber säuerlich.

Dann lässt sich die gesunde Apfelbeere gut und vielfältig verarbeiten:

Aroniasaft ist besonders erfrischend, fruchtig und gesund. Darüber hinaus bietet der Handel Tee und Fruchtriegel an. Getrocknet können Aroniabeeren beim Kochen und Backen verwendet werden. Besonders delikat sind Aroniagelees und aromatische Aronia Marmelade. Aber die Aronia Marmelade ist schnell und unkompliziert selbst gekocht …

 

Aronia Marmelade selbst gemacht

Zur Herstellung der eigenen Aronia Marmelade werden benötigt:

  • 1 kg Aroniabeeren
  • 1 kg Gelierzucker

Beides in einem Verhältnis 1:1.

 

Die Zubereitung der Aroniamarmelade:

Nachdem die Apfelbeeren in einen großen Topf gegeben wurden, können sie bis zum Erreichen einer breiigen Konsistenz püriert werden. Anschließend wird der Gelierzucker dazugegeben.

Die ganze Masse unter beständigem Rühren einmal aufkochen, dann etwa fünf Minuten weiter köcheln lassen. Anschließend wird die Masse in ausgewaschene und heiß ausgespülte Marmeladengläser eingefüllt.

Die Gläser müssen schnell verschlossen werden und werden dann zum Abkühlen auf den Kopf gestellt, um die selbst gekochte Aronia Marmelade gut haltbar zu machen.

Tipp:

Eine reine Aronia Marmelade kann geschmacklich noch weiter verfeinert werden: So können Bananen oder Nektarinen, Birnen oder Äpfel etc. für neue Geschmackserlebnisse sorgen.

Dabei soll in der Zubereitung der eigenen Aronia Marmelade auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den verschiedenen Zutaten der Aronia Marmelade geachtet werden. Wer die urgesunde Wirkung und die zahlreichen Nährstoffe einer selbst gemachten Aronia Marmelade aufnehmen möchte, genießt seine Aronia Marmelade am besten ganz pur.