Apfelbeere – Der gesunde Ernährungstrend

Die Apfelbeere (Aronia) ist eine sehr vitaminreiche, strauchartige Pflanze, die zur Familie der Rosengewächse gehört. Ihre dunkelvioletten bis schwarzen, etwa erbsengroßen Früchte haben einen herben süßsauren Geschmack.

blüten der apfelbeere

Blüten der Apfelbeere

Sie ist ursprünglich im Osten Nordamerikas beheimatet, wird heute aber auch in europäischen Breiten angebaut. Die wichtigsten Arten sind die Filzige und die Schwarze (Kahle) Apfelbeere.

Eine Aroniabeere ist sommergrün und bringt auffällig weinrote Winterfrüchte hervor. Aufgrund ihrer hohen Konzentration von Flavonoiden in der Schale kann sie sehr viele Pflanzenkrankheiten erfolgreich abwehren.

So ist sie auch weitgehend unempfindlich gegen UV-Strahlung und diverse Schädlinge. Im Obstbau wird die Apfelbeere seit Beginn des 20. Jahrhunderts genutzt. Dafür schuf der russische Biologe und Obstzüchter Iwan Mitschurin die Grundlage, indem er die Apfelbeere mit fremden Sorten kreuzte und veredelte. In Deutschland sind gegenwärtig Sachsen, Brandenburg und Bayern die dominierenden Anbaugebiete der Apfelbeere.

Die Nutzfläche und der Ertrag befinden sich seit einigen Jahren im Wachstum. Die Apfelbeere ist sehr robust und genügsam, gedeiht sowohl im Flachland als auch in bergigen Lagen. Je mehr sie in der Sonne steht, desto ergiebiger wird die Fruchtsüße ausgebildet. Aronia Pflanzen sind winterhart bis etwa minus 35 Grad.

 

Erntezeit der Apfelbeere: Von August-Oktober

Die Früchte der Apfelbeere sind mit einer wachsartigen Schicht überzogen. Bei genauerem Betrachten ähneln sie einem Apfel, haben Kernhaus und Fruchtstiel.

Die Blütezeit der Sträucher liegt im Mai. Sie zeigen dann eine leuchtend weiße Farbe. Geerntet werden die Beeren gewöhnlich von Mitte August bis Oktober. Geschmacklich sind sie mit der Heidelbeere zu vergleichen.

Die Apfelbeere wird im Handel als Trockenfrucht angeboten, zu Marmelade, Konfitüre oder Saft verarbeitet. Neuerdings ist sie in fruchtig-frischen Smoothies sehr beliebt.

Außer den Flavonoiden (pflanzlichen Blütenfarbstoffen) enthält die Apfelbeere auch viel Folsäure sowie Pro-Vitamin A, Vitamin B2, Vitamin K und Vitamin C. In Laborversuchen konnte darüber hinaus nachgewiesen werden, dass Aronia-Fruchtextrakt Patienten mit Brustkrebs im Heilungsprozess nach einer Operation oder der Chemotherapie helfen kann.

Dies ist der antioxidativen Wirkung der enthaltenen Pflanzenwirkstoffe zuzuschreiben. Auffällig ist gleichfalls der hohe Blausäure-Gehalt in der Apfelbeere.

Deshalb sollten nicht zu viele frische Früchte auf ein Mal verzehrt werden. Beim Erhitzen sinkt jedoch der Anteil an Blausäure, so dass verarbeitete Beeren bedenkenlos genießbar sind.

apfelbeerensaft

Apfelbeerensaft

Energiespender mit viel gutem Zucker und gesundem Pektin

Die Apfelbeere weist einen überdurchschnittlichen Gehalt an Pektin auf, einem Ballaststoff, der den Darm schont und reinigt. Wie die meisten anderen Beeren auch enthält sie überwiegend Frucht- und Traubenzucker, wenngleich das im Geschmack nicht gleich auffällt.

Apfelbeeren empfehlen sich daher besonders für Diabetiker. Außerdem tun sie der Zahngesundheit gut, weil von ihnen keine Gefahr für mögliche Karieserkrankungen ausgeht. Aronia-Produkte wie frischer Saft oder spezielle Fruchtschnitten sind schnelle und sehr gesunde Energiespender.

Die Flavonoide, Farbstoffe in der Apfelbeere, werden der großen Gruppe von Polyphenolen zugeordnet. Bekannter sind sie unter dem Namen Gerbstoffe. Beerensträucher mit blauen und roten Früchten bilden ihre Farbe auf der Grundlage von sogenannten Anthocyanen aus.

Dazu gehört die Apfelbeere. Sie enthält etwa zehn Mal so viel dieser Farbstoffe wie beispielsweise rote Weintrauben und weitere zehn Mal mehr als Himbeeren oder Erdbeeren. Diese Gerbstoffe wirken vorbeugend gegen schere Kreislaufprobleme wie Herzinfarkt und Schlaganfall.

Das ist in vielen seriösen Versuchen mittlerweile bewiesen worden. Generell werden Herz und Blutgefäße durch Antioxidantien geschützt. Das Risiko für Arteriosklerose, Alzheimer, Demenzerkrankungen und Rheuma sinkt.

 

Die Haut wird wieder glatt und sieht jünger aus

Polyphenole bewirken ebenso die antioxidativen Stärken der Beerenfrüchte. Das äußert sich in erster Linie darin, dass sie zur Zellgesundheit beitragen und hier vor allem die Zellalterung verzögern können.

Auf der Haut ist das schön zu beobachten. Bei regelmäßigem Genuss von Beerenfrüchten wie zum Beispiel der Apfelbeere erscheint besonders reifere Haut wieder glatter und bekommt ein frischeres Aussehen.

In der Küche lassen sich frische oder getrocknete Aroniabeeren sehr vielseitig verwenden. Zum Beispiel passen sie gut in jedes Frühstücksmüsli. Konfitüre aus den kräftigen Beeren kann aufs Brot geschmiert oder auch gut zu Wildgerichten gereicht werden.

Saft und Nektar der Apfelbeere können mit sehr vielen anderen, süßeren Fruchtsäften gemischt werden. Selbst wenn er mit etwas Wasser verdünnt wird, behält Aroniasaft seine kräftige dunkle Farbe.

Die Apfelbeere schmeckt interessant als Gelee, Wein und Likör. Für Auge und Gaumen verlockend sind ebenso Limonade, Bowle, Joghurt, Eis, Quarkspeisen und Sahnedesserts mit Aronia.

getrocknete apfelbeeren

getrocknete Apfelbeeren

Tolle Apfelbeeren-Rezepte: Smoothie, Quark & Eis

Mit drei gehäuften Teelöffeln Aronia-Pulver (erhältlich im Biomarkt oder Reformhaus), einem Viertelliter Wasser, gleichviel Kokosmilch, zwei Bananen und Chiasamen nach Gefühl lässt sich ein köstlicher erfrischender Smoothie zurechtmixen.

Die Chia Samen werden nach dem Pürieren auf das köstliche Getränk gestreut. Gleichfalls äußerst gesund und schmackhaft ist der Aronia-Milchshake. Hierfür sind 400 Gramm Beeren, ein Liter gute Biomilch, 200 Gramm Schlagsahne sowie zum Süßen Honig oder brauner Zucker nötig.

Die gewaschenen, zu Mus verarbeiteten Beeren werden durch ein feines Sieb gedrückt, mit der geschlagenen Sahne und Milch verrührt. Das Gemisch wird leicht schaumig geschlagen und nach Belieben gesüßt.

Auf ähnliche Weise kann Eis hergestellt werden, in diesem Fall noch um Eigelb, Puderzucker und Vanillin verfeinert. Wohl bekommt’s!