Aronia – Gesundheitsbeere mit kostbaren Substanzen

Aronia Pflanzen und Beeren

Sie ist klein, intensiv und unglaublich gesund – Aronia. Mittlerweile findet die hutzelige Frucht in immer mehr Mahlzeiten Verwendung. Ob im Müsli, Smoothie, als Saftschorle oder lecker eingebacken in Crêpes, die saftigen Früchtchen bereichern stetig unseren Speiseplan.

Zu Recht, propagieren Ernährungswissenschaftler, denn die Superfrucht ist nicht nur fein und wandelbar, sondern verfügt auch über eine wuchtige Nährstoffdichte. Grund genug, sich die herben Aroniabeeren einmal genauer anzusehen.

Inhaltsverzeichnis:

Was ist Aronia?

Wer gerne leckere Beeren snackt und seiner Gesundheit etwas Gutes tun möchte, der kann bei der Beere sicher zugreifen. Die kleinen Beeren ähneln optisch Blaubeeren, verfügen jedoch über weniger Fruchtsüße und punkten durch die Wirkung ihrer inneren Werte.

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Aroniabeeren können aufgrund ihres intensiven Geschmacks nur in Maßen genascht werden. Doch schon eine handtellergroße Menge reicht aus, um sich mit besten Antioxidantien, Vitaminen und Mineralstoffen zu versorgen. Frische Exemplare schmecken fruchtig-herb, getrocknete Apfelbeeren weisen einen etwas bitteren Geschmack auf. Im Mund wirken sie manchmal pelzig und adstringierend – ziehen also ordentlich die Mundschleimhäute zusammen.

 

Was ist eine Aronia Pflanze?

Botanisch gesehen handelt es sich bei der Pflanze um ein Rosengewächs. Tatsächlich verwandt sind Aroniabeeren mit dem hier bekannten Apfelbaum. Schneidet man eine kleine Aronia vorsichtig auf, so ist das Innere mit der Miniaturform eines Apfels vergleichbar. Auch die Blätter sehen denen eines Apfelbaumes sehr ähnlich. Diese Übereinstimmung brachte der Frucht auch die Bezeichnung Apfelbeere ein. Die Beere wachsen allerdings nicht an einem Baum, sondern an buschigen Sträuchern.

 

Woher kommt das Gewächs?

Aronia trat von Kanada aus den Siegeszug über den Planeten an. Dort konnten sich drei natürliche Gattungen der Pflanze durchsetzen. Die Filzige Apfelbeere sowie die Schwarze Apfelbeere werden heute insbesondere als Anbaufrüchte geschätzt.

In der freien Natur ist zudem die Aronia × prunifolia zu finden. Mittlerweile gibt es aber auch weitere Züchtungen an Pflanzen, die speziell auf die vermehrte Ertragsgröße und einen feineren Geschmack hin gekreuzt wurden.

Die Beere wird seit einigen Jahrzehnten auch in Mitteleuropa angebaut. Vornehmlich in Deutschland und Polen wachsen die Anbauflächen und insbesondere Aronia aus biologisch erzeugten Beständen werden zunehmend kultiviert. Alleine 2016 wurden in Deutschland 1.100 Tonnen dieser Frucht geerntet – eine Steigerung um rund 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahr! [1]

 

Kann man die Pflanzen auch zuhause züchten?

Die Pflanzen sind nicht nur in der Agrarwirtschaft zunehmend gefragt. Auch im heimischen Garten werden die Sträucher als Blickschutz geschätzt.

Da die Pflanzen sehr widerstandsfähig sind und UV-Bestrahlung, Schädlinge, Pilze und weitere Einflüsse robust überstehen, erfreuen sich auch ungeübte Hobbygärtner an der Apfelbeere. Eine leckere Ernte versprechen die Pflanzen in jedem Fall.

Aroniabeeren und Aroniapulver

So wächst die Aronia Pflanze

Die Sträucher lieben knackiges Winterwetter, schließlich überstehen sie die kalten Monate im nördlichen Teil des US-Kontinents mühelos. Bis zu -35 Grad Celsius halten sie aus, werfen in den Wintermonaten aber ihr Blattwerk ab.

An die Bodenbeschaffenheit hat die Pflanze wenig Anspruch, nur Staunässe mag sie nicht. Die Sträucher werden bis zu zwei Meter hoch. Weil in Kanada die Winter lang sein können, treiben die weißen Blüten erst zum späten Frühjahr hin aus. Ab August wachsen dann die Beeren an üppigen Dolden heran.

 

Welche typischen Aroniaprodukte gibt es?

Während die indigene Bevölkerung Nordamerikas die frischen Aroniabeeren selbst verarbeiten mussten, dürfen wir uns heute über eine große Auswahl an Produkten freuen.

Besonders beliebt sind nach wie vor getrocknete Aroniabeeren. Sie können pur geknabbert oder ins Müsli eingestreut werden. Wichtig ist darauf zu achten, dass die Beeren aus vertrauenswürdigen Quellen stammen und bestenfalls organischen Ursprungs sind. Aronia sollten ungeschwefelt sein und schmecken auch ohne Zucker- oder Schokoladenüberzug schön intensiv.

Ebenfalls beliebt und gesund ist der Aroniasaft. Ihn gibt es in verschiedenen Qualitätsstufen. Als besonders hochwertig gilt hier der sog. Muttersaft. Dann handelt es sich um die erste Pressung (ohne Wärmeeinwirkung oder besonders viel Druck). Ein solcher Aroniasaft ist reich an Antioxidantien und erstklassigen Inhaltsstoffen.

Wird der Saft weiter ausgepresst, so handelt es sich um Direktsaft. Auch diese Qualitätsstufe ist hochwertig. Aufgrund des höheren Drucks beim Pressen lösen sich nun auch mehr Bitterstoffe, die sich geschmacklich bemerkbar machen können. Aroniasaft gibt es aber auch als Nektar, Fruchtkonzentrat oder Fruchtsaftgetränk.

Aroniabeerensaft in Flaschen
 

Nährwerte, Vitamine & Mineralien der Apfelbeere

Die Aroniabeere wird immer wieder als Superfood bezeichnet. Nicht grundlos, schaut man sich die üppige Nährstoffdichte an. Alle hier genannten Werte beziehen sich auf erntefrische Früchte.

Diese wurden zur Untersuchung im Labor zerkleinert, um die Zellen der Schale, den Pflanzensaft und die sonstigen festen Bestandteile labortechnisch bewerten zu können. Als Quelle der detaillierten Aufschlüsselung an Nährstoffen in den folgenden Abschnitten, diente das Chokeberry Review der Universität Potsdam. [2]

 

Vitamine

Im Rahmen eines gesunden Stoffwechsels ist die stetige Aufnahme von Vitaminen unerlässlich. Vitamine sorgen für die Aufrechterhaltung des Immunsystems und sind insbesondere für Schwangere wichtig, um das Ungeborene vor Fehlbildungen zu schützen.

Vitamin-Spitzenreiter bei Aroniabeeren ist ganz klar Vitamin C. Rund 200 Milligramm Vitamin C stecken in einem Liter frisch gepresstem Saft. Dazu gesellen sich 500 Mikrogramm Vitamin B1, 600 Mikrogramm Vitamin B2, 550 Mikrogramm Vitamin B6 sowie 3400 Mikrogramm Niacin und 2200 Mikrogramm Pantothensäure (Vitamin B5). Ebenfalls als sehr positiv zu bewerten ist der Anteil an Folaten. Hier kommt man auf 200 Mikrogramm Folsäure in den Früchtchen.

 

Spurenelemente und Mineralien

Spurenelemente und Mineralstoffe werden insbesondere für den Aufbau von Knochen, Nerven, Gewebe und Blut benötigt. Im frischen Presssaft bzw. den Früchten finden sich 26 Milligramm Natrium (bezogen auf ein Kilo Ausgangsmasse) sowie 2180 Milligramm Kalium.

Auch der Anteil von Calcium liegt mit 322 Milligramm in einer beachtlichen Höhe. Zudem bestehen die erntefrischen Aroniabeeren aus 162 Milligramm Magnesium und durchschnittlich aus 9,3 Milligramm Eisen. Das Spurenelement Zink ist mit 1,47 Milligramm ebenfalls üppig vertreten.

 

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sie stehen seit einigen Jahren im Fokus der Wissenschaft. Weil sie so umfangreich in der Apfelbeere enthalten sind, geben Ernährungswissenschaftler den kleinen Beeren gerne die Bezeichnung Superfood.

Aronia ist vor allem reichlich ausgestattet mit Carotinoiden. Dies erkennt man bereits auf den ersten Blick, denn Carotinoide sorgen mit ihren kräftigen Pigmenten für die dunkle Farbe der Beeren. Rechnet man die verschiedenen Unterarten der Carotinoide zusammen, so enthält ein Kilo Apfelbeere satte 48,6 Milligramm des sekundären Pflanzenstoffes.

Daneben tummeln sich jede Menge Polyphenole in den Beeren. Auch sie sind ein Farb- und Aromastoff. Die bioaktiven Substanzen kommen als Tannine, Phenole, Flavonoide bzw. Anthocyane vor. Zur Untergruppe gehören auch die Oligomeren Proanthocyanidine, kurz OPC genannt. Diese spezielle und hochkomplexe Mischung an sekundären Pflanzenstoffen machen die Aroniabeere so interessant für die Wissenschaft. Nur wenige andere Beerensorten verfügen über eine solch hohe Konzentration.

Wissenschaftler fassen die einzelnen Komponenten der sekundären Pflanzenstoffe im sogenannten ORAC-Wert zusammen. Diese Maßeinheit ermittelt die antioxidative Fähigkeit eines Lebensmittels. Je höher der ORAC-Wert ist, desto mehr positive Eigenschaften lassen sich aus dem Lebensmittel für die menschliche Gesundheit ableiten.

So liegt der ORAC-Wert für einen Apfel beispielsweise bei 2,2 µmol TE/100 g. Der Wert für Erdbeeren bei 20,6 µmol TE/100 g. Der sensationelle ORAC-Wert für die Aroniabeere wird in der Fachliteratur mit 160,2 µmol TE/100 g angegeben. Aufgrund dieser extremen antioxidativen Wirksamkeit werden den Früchten der Aroniapflanzen heilende Kräfte zugesprochen.

Saft der Aroniabeere ist sehr nährstoffreich

Aronia Wirkung – Gegen diese Krankheiten wirken Aroniabeeren

So wirkt die Aroniabeere: Wer sich wünscht, bis ins hohe Alter hinein fit und gesund zu bleiben, könnte nun sein Wundermittel gefunden haben. Denn Aronia, auch bekannt als Gesundheitsbeeren, sind ein wahres Powerpaket an hochwirksamen Vitalstoffen. Die unglaubliche Wirkung wird auch von immer mehr Studien bestätigt.

 

Empfehlung: Probieren Sie die gesunde Vielfalt an Aroniaprodukten, wie Saft, Beeren, Pulver für den Smoothie oder Marmelade! Wir setzen dabei auf Aroniaerzeugnisse aus biologischer Landwirtschaft in unserer Region.

 

Herkunft der Aroniabeere

Der botanische Name der Aroniabeere lautet Aronia melanocurpa. Sie ist auch unter dem Namen Apfelbeere bekannt, ähnelt vom Aussehen her jedoch der Heidelbeere.

Geschmacklich liegen allerdings Welten zwischen den beiden Beerensorten. Während Heidelbeeren süß schmecken, hat die Aroniabeere ein säuerlich-herbes Aroma. Die Pflanze stammt ursprünglich aus dem östlichen Teil Nordamerikas, wo ihre Verwendung als Heilpflanze eine lange Tradition bei der indigenen Bevölkerung hat.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kam die Aroniapflanze nach Europa, wo sie sich zunächst in der Sowjetunion einer hohen Popularität erfreute. Auch hier wurde die Beere seit mehreren Jahrzehnten erfolgreich in der Medizin eingesetzt. In der Zwischenzeit hat man das Kraftpaket auch im Rest der Welt entdeckt. Die vielen, hochwirksamen Inhaltsstoffe der Apfelbeere stehen mittlerweile überall im Fokus der Forschung und die Ergebnisse der Studien sind beeindruckend.

 

Diese Stoffe sorgen für Aroniawirkung

In Aroniabeeren sind die Vitamine A, C, E und K enthalten. Darüber hinaus ist die komplett vertretene Gruppe der B-Vitamine zu nennen. In der Gruppe der Mineralien und Spurenelemente sind die Beeren stark an Eisen, Kalium, Kalzium, Magnesium und Zink. Besonders interessant sind jedoch die sekundären Pflanzenstoffe. Die sogenannten Polyphenole dienen Verteidigung und Fortpflanzung der Pflanze. Zu dieser Gruppe zählen Farbstoffe, Duftstoffe, Geschmacksstoffe und diverse Giftstoffe, die Schädlinge abhalten sollen. Polyphenole haben eine immense antioxidative Wirkung.

Zu dieser Gruppe gehören zum Beispiel die Flavonoide. Die verleihen der Pflanze ihre schönen Farben. Im menschlichen Organismus helfen sie, den Körper vor Schäden zu bewahren, die durch freie Radikale ausgelöst werden. Flavonoide wirken entspannend auf die Gefäße und helfen, den Blutfluss zu verbessern. Manche Vertreter aus der Gruppe der Flavonoide schützen zudem vor Viren, Krebs und haben eine antimikrobielle und antiallergische Wirkung.

Antioxidantien Wordcloud

Kein anderes Lebensmittel ist so anthocyanereich

Bei den Anthocyanen handelt es sich um wasserlösliche Substanzen, die in den meisten Obstsorten mit bläulicher Färbung vorkommen. Der höchste, je in Obst gemessene Wert an Anthocyanen findet sich in Aroniabeeren. Die Anthocyane haben die Fähigkeit, das Sehvermögen zu erhalten und verbessern. Sie können ebenfalls die Thrombozytenbildung verringern, schützen vor Krebs und wirken als Entzündungshemmer. Die Abkürzung OPC steht für Oligomere Procyandine. Bei Beeren sind diese Wirkstoffe für den charakteristischen, leicht pelzigen Geschmack verantwortlich.

OPC hilft ebenfalls, zellschädigenden und oxidativen Stress im Körper zu vermeiden, hat aber noch die zusätzliche Eigenschaft, die Wirkungsweise der Vitamine A, C und E zu verstärken. Das führt zu einer Entlastung des Immunsystems und zur Stärkung der Abwehrkräfte.

Der Körper ist zwar in der Lage, Antioxidantien selbst herzustellen, doch sind die Möglichkeiten begrenzt. Daher müssen gerade in der heutigen Zeit mit all ihren Schadstoffbelastungen Antioxidantien mit der Nahrung zusätzlich aufgenommen werden. Neben Früchten, Gemüse und Salat enthalten auch Nüsse und natürliche Fette viele Antioxidantien. Doch Aroniabeeren sind der Superstar unter den Lebensmitteln, die Antioxidantien enthalten.

 

Die Aronia Wirkung zeigt sich vor allem bei Krebs

Für die Wissenschaft sind vor allem die sekundären Pflanzenstoffe der Aroniabeere interessant, was sich in zahlreichen Studien dokumentiert. Besonders interessant ist die Wirkung bei Darmkrebs. 2004 untersuchte eine Forschergruppe die Aroniawirkung von Fruchtextrakten aus Trauben, Blaubeeren und Aroniabeeren auf Dickdarmkrebs. Dabei wurde die Reaktion der betroffenen Krebszellen, aber auch der gesunden Zellen im Darm insgesamt 72 Stunden lang gemessen.

Zwar waren alle drei Fruchtextrakte in der Lage, das Krebszellwachstum zu hemmen, doch alleine die Aroniabeere schaffte es, das Zellwachstum binnen von 48 Stunden um die Hälfte zu reduzieren. Ebenfalls gehemmt wurde die Zellteilung der Krebszellen durch die Beerenwirkung, während die Apfelbeere das Wachstum der gesunden Zellen im Darm nicht nachweislich beeinflusste.

Die Studie fand heraus, dass die Wirkungstoffe für die Hemmung eines speziellen Enzyms verantwortlich ist. COX 2 verstärkt die Tumorbildung und gilt als Indikator für Krebswachstum. Außerdem wirkte sich die Aroniabeere auf die Unterdrückung eines tumorbildenden Eiweißes mit dem Namen CEACAM 1 aus. Bereits eine ernährungsübliche Einnahmemenge wirkt sich positiv aus.

 

Breit gefächerte Anwendung

Doch damit ist das Heilpotential der Pflanzen noch lange nicht erschöpft. Denn weitere Studien beschäftigen sich mit anderen Facetten der Wirkungsamkeit. Die Frucht schützt das Erbgut und hilft ganz allgemein dabei, den Körper sanft und ganzheitlich zu regulieren. Gut erforscht ist die Wirkungsamkeit der Aroniabeere auf das Herz-Kreislauf-System. Studien bestätigen, dass die Beere den Blutdruck senkt und die Beeren sich positiv auf die Gefäße auswirken.

Die Wirkung macht auch vor den Venen nicht halt, hier gilt die Apfelbeere als Aufräumkommando, das die Cholesterinwerte senkt und der Arterienverkalkung entgegenwirkt. Die Aufnahme von Vitaminen, Vitalstoffen und Spurenelementen wird durch die Wirkweise ebenfalls unterstützt. Als Entzündungshemmer werden die Früchte traditionell benutzt.

Hier zeigt sich die Wirkung vor allem bei der effektiven Bekämpfung von Entzündungen von Leber, Magenschleimhaut, Zahnfleisch, Blase, Niere und Gelenken. Auch bei den Effekten auf das Immunsystem sind die Wirkstoffe der Frucht speziell. Denn sobald ein Vitamin als Antioxidans wirkt, ist es zur Stärkung des Immunsystems verloren. Die Antioxidantien der Beere sind jedoch in der Lage, eine Revitaminisierung durchzuführen, wodurch das Immunsystem diese Vitamine wieder nutzen kann.

Das führt zu einer nachhaltigen Steigerung der Abwehrkräfte und einer Aktivierung der Selbstheilungskräfte. Weiterhin ist die Aronia Wirkung antidiabetisch und schützt vor den negativen Auswirkungen von Zytostatika und Radioaktivität.

Superfoods Wirkung von Aroniapulver

Aroniasaft oder Beeren wirksamer?

Frische Aroniabeeren schmecken sehr herb und eignen sich daher nur bedingt zum Verzehr. Getrocknete Beeren* sind besser für die Wirkungsamkeit, da sie eine höhere Konzentration an Inhaltsstoffen aufweisen. Eine gesunde Alternative ist Aroniasaft. Um die optimale Wirkungsamkeit zu erreichen, genügt es, am Tag ein Glas Aroniasaft, der mit Wasser verdünnt wurde, zu trinken. Es ist auch möglich, die Aroniabeeren mit anderen Fruchtsäften zu mixen.

Übertreiben sollte man den Konsum nicht, denn bei erhöhtem Verzehr kann die Beere auch Magenprobleme verursachen. Mittlerweile gibt es die Früchte auch als Marmelade oder Tee, doch die optimale Wirksamkeit wird damit nicht erreicht. Allergiker vertragen die Apfelbeere sehr gut, da die enthaltenen Polyphenole die allergieauslösenden Eiweiße neutralisieren.

 
Die Wirkung auf einen Blick – Aronia hilft gegen:

  • Allergien
  • Atemwegserkrankungen (Bronchitis, Asthma)
  • Blutbilderkrankungen (Cholesterin und Diabetes)
  • Durchblutungsstörungen
  • Erkrankungen der ableitenden Harnwege (Leber, Niere, Blase)
  • Erkältungen und Grippeerkrankungen
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Krebserkrankungen
  • Magen-Darm-Erkrankungen
  • Immunsystemstörungen

 
Weitere positive Aspekte der Aroniabeere:

  • Stärkung des Immunsystems
  • Förderung der körpereigenen Abwehr
  • Ausleitung von Giftstoffen aus den Zellen (Toxine, Schwermetalle, Viren, Bakterien, Pilze)
  • Harmonisierung des Organismus

 

Gibt es bekannte Nebenwirkungen?

Zwei Komponenten beim Konsum werden kritisch gesehen. Einerseits sorgt der hohe Eisengehalt zwar für eine gute Versorgung mit dem Mineralstoff, doch paradoxerweise führt die stoffwechselanregende Eigenschaft zu einer vermehrten Ausschwemmung von Eisen.

Wer also täglich besonders viele Aroniabeeren zu sich nimmt, könnte langfristig unter einem Eisenmangel leiden. Aus diesem Grund wird Menschen, die unter der sogenannten Eisenspeicherkrankheit leiden, wiederum empfohlen, sehr hohe Mengen der Apfelbeere zu genießen.

Eine weitere negative Auswirkung bezieht sich auf den Gehalt an Blausäure in den Früchten, der von den Kritikern immer wieder bemängelt wird. Doch die Sorge ist unberechtigt. Zwar befindet sich tatsächlich eine gewisse Ansammlung von Cyanwasserstoff in der Aroniabeere, doch handelt es sich um sehr geringe Mengen.

Als weitere Nebenwirkung kann die Verfärbung der Zähne aufgeführt werden. Wer große Mengen des Pulvers zu sich nimmt, könnte – wie bei Kaffee oder Rotwein – Ablagerungen an den Zähnen fördern.

 

Fruchtig-feine Aronia Rezepte

Die Kraft der Pflanzen steckt in den kleinen Beeren. Ob Aroniasaft, Pulver oder die getrocknete Frucht – viele leckere und einfache Rezeptideen helfen dabei, die gesunden Früchtchen immer mal wieder in den alltäglichen Ernährungsplan einzubauen.

Rezepte lassen sich übrigens auch gut mit heimischen, altbekannten Beeren abwandeln. Bernhard Watzl, Professor für Ernährungswissenschaft am Max-Rubner-Institut in Karlsruhe weist darauf hin, dass „Belege fehlen, dass die Inhaltsstoffe in exotischen Superfruits mehr Effekte haben als etwa hiesige Beeren aufweisen“. [4]

 


Dinner-Smoothie

Zutaten:

  • 2 EL Aroniapulver
  • 1 Knolle Rote Bete
  • 1 Gärtnergurke
  • 1 Tomate
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 Glas Wasser
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer, Tabasco

 

Zubereitung:

Die Rote Bete-Knolle schälen (Einweghandschuhe benutzen) und in mundgerechte Stücke schneiden. Gurke und Tomate waschen und putzen. Alle weiteren Zutaten in einen Mixer füllen und kräftig pürieren, bis ein dickflüssiger Drink entsteht.

Mit den Gewürzen abschmecken und kalt servieren. Ein herrlicher Starter, der als Vorspeise oder aber als gesunde Zwischenmahlzeit serviert werden kann.

 


Doppeltes Glück: Apfel- und Apfelbeeren-Chutney

Zutaten:

  • 1 KG Äpfel
  • 150 g Aronia (TK)
  • 10 EL Apfelessig
  • 1 große Zwiebel
  • 3 EL Honig
  • Salz, etwas Kubebenpfeffer

 

Zubereitung:

Die Aroniabeeren auftauen lassen, den Saft auffangen. Äpfel und Zwiebeln schälen, putzen und in dünne Scheiben hobeln. Zusammen mit dem Essig andünsten und einige Minuten sotten lassen, bis die Stückchen weich sind.

Dann die Beeren (nebst Saft) dazugeben, alles kurz aufkochen lassen und die Fruchtcreme auf kleiner Flamme einkochen. Mit Honig und den Gewürzen zurückhaltend abschmecken, in Gläser füllen und verschließen.

 


Für Schleckermäulchen: Aronia-Pflaumen-Aufstrich

Zutaten:

  • 1 KG Aroniabeeren
  • 1 KG Pflaumen
  • 1 KG Gelierzucker 2:1
  • Etwas Zimt

 

Zubereitung:

Die Früchte waschen, die Pflaumen entkernen und in Stücke schneiden. Aroniabeeren und Pflaumen in mehreren Chargen im Mixer fein pürieren und in einen großen Topf umfüllen. Den Zucker zufügen, untermischen und unter Rühren zum Kochen bringen. Rund drei Minuten sprudelnd kochen lassen. Zum Ende hin einen halben Teelöffel Zimtpulver unterrühren. Den Fruchtaufstrich in Gläser umfüllen und auf dem Kopf stehend auskühlen lassen.

Aroniarezepte Pflaumen-Zimt Aufstrich Kompott


Für die kalte Jahreszeit: Rosa Aronia-Früchtepunsch

Zutaten:

  • 250 ML Aroniasaft
  • 1 Flasche Riesling
  • 1 Beutel Vanillezucker
  • 3 Nelken
  • 1 Zimtstange
  • 5 EL Zucker
  • 1 Orange
  • 1 Zitrone

 

Zubereitung:

Den Saft und alle weiteren Zutaten (bis auf Orange und Zitrone) in einen großen Topf geben. Alles langsam auf zirka 80 Grad Celsius erwärmen. Auf dieser Temperatur rund 30 Minuten ziehen lassen.

Die Orange auspressen, den Saft hinzugeben. Die Zitrone waschen, in dünne Scheiben schneiden und auf die Teegläser verteilen. Heiß genießen.

 


Aronia-Pfannkuchen

Zutaten:

  • 250 g Mehl
  • 150 g Aronia
  • 60 g Zucker
  • 3 Eier
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 200 ml Milch
  • Etwas Puderzucker, Salz und Butter

 

Zubereitung:

Aroniabeeren waschen, abtrocknen und auf einem tiefen Teller mit einer Gabel leicht zerdrücken. Die Eier trennen. Die Eiweiße zu Schnee schlagen. Die drei Eigelbe mit Mehl, Milch, Zucker, Vanillezucker und einer Prise Salz zu einem glatten Teig verrühren.

Das Eiweiß vorsichtig unter den Teig heben. In einer mittelgroßen Pfanne die Butter zergehen lassen. Den Teig einfüllen und pro Pfannkuchen einige der Beeren drüberstreuen und mit einbacken lassen. Die Pfannkuchen von beiden Seiten goldgelb backen und noch warm mit Puderzucker genießen. Die Rezepte lassen sich übrigens auch mit Blaubeeren abwandeln.

Aroniarezept Pfannkuchen Pancakes


Studien und Quellen:

[1] https://www.moz.de – Abruf am 21.02.2020
[2] https://www.ncbi.nlm.nih.gov – Abruf am 21.02.2020
[3] https://www.ncbi.nlm.nih.gov – Abruf am 20.02.2020
[4] https://www.test.de – Abruf am 21.02.2020