Aronia – Kleine Apfelbeere mit großer Wirkung

Sie ist klein, intensiv und unglaublich gesund – Aronia. Mittlerweile findet die hutzelige Frucht in immer mehr Mahlzeiten Verwendung. Ob im Müsli, Smoothie, als Saftschorle oder lecker eingebacken in Crêpes, die saftigen Früchtchen bereichern stetig unseren Speiseplan.

aronia schwarze apfelbeeren an strauch

Aronia (Schwarze Apfelbeeren) an Strauch – By Ragnar1904 (Own work) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

Zu Recht, propagieren Ernährungswissenschaftler. Denn die Superfrucht ist nicht nur fein und wandelbar, sondern verfügt auch über eine wuchtige Nährstoffdichte. Grund genug, sich die herben Früchtchen einmal genauer anzusehen.

 


Inhaltsverzeichnis:


 

Was ist Aronia?

Wer gerne leckere Beeren snackt und seiner Gesundheit etwas Gutes tun möchte, der kann bei Aronia sicher zugreifen. Die kleinen Beeren ähneln optisch Blaubeeren, verfügen jedoch über weniger Fruchtsüße und punkten mit wirkungsstarken Inhaltsstoffen.

Aronia können aufgrund ihres intensiven Geschmacks nur in Maßen genascht werden. Doch schon eine handtellergroße Menge reicht aus, um sich mit besten Antioxidantien, Vitaminen und Mineralstoffen zu versorgen.

Frische Exemplare schmecken fruchtig-herb, getrocknete Apfelbeeren weisen einen etwas bitteren Geschmack auf. Im Mund wirken sie manchmal pelzig und adstringierend – ziehen also ordentlich die Mundschleimhäute zusammen.

 

Was ist eine Aronia Pflanze?

Botanisch gesehen handelt es sich bei der Pflanze um ein Rosengewächs. Tatsächlich verwandt sind Aroniabeeren mit dem hier bekannten Apfelbaum. Schneidet man eine kleine Beere vorsichtig auf, so ist das Innere mit der Miniaturform eines Apfels vergleichbar.

Auch die Blätter sehen denen eines Apfelbaumes sehr ähnlich. Diese Übereinstimmung brachte der Frucht auch die Bezeichnung Apfelbeere ein. Aronia wachsen allerdings nicht an einem Baum, sondern an buschigen Sträuchern.

aronia pflanze mit bluete

Aronia Pflanze in Blüte – By Fritzflohrreynolds (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Woher kommt das Gewächs?

Aronia trat von Kanada aus den Siegeszug über den Planeten an. Dort konnten sich drei natürliche Gattungen der Aronia Pflanze durchsetzen. Die Filzige Apfelbeere sowie die Schwarze Apfelbeere werden heute insbesondere als Anbaufrüchte geschätzt.

In der freien Natur ist zudem die Aronia × prunifolia zu finden. Mittlerweile gibt es aber auch weitere Züchtungen an Aronia Pflanzen, die speziell auf die vermehrte Ertragsgröße und einen feineren Geschmack hin gekreuzt wurden.

Aronia wird seit einigen Jahrzehnten auch in Mitteleuropa angebaut. Vornehmlich in Deutschland und Polen wachsen die Anbauflächen und insbesondere Aronia aus biologisch erzeugten Beständen werden zunehmend kultiviert. Alleine 2016 wurden in Deutschland 1.100 Tonnen dieser Frucht geerntet – eine Steigerung um rund 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahr! [1]

 

Kann man die Pflanzen auch zuhause züchten?

Die Pflanzen sind nicht nur in der Agrarwirtschaft zunehmend gefragt. Auch im heimischen Garten werden die Sträucher als Blickschutz geschätzt.

Da die Pflanzen sehr widerstandsfähig sind und UV-Bestrahlung, Schädlinge, Pilze und weitere Einflüsse robust überstehen, erfreuen sich auch ungeübte Hobbygärtner an der Apfelbeere. Eine leckere Ernte versprechen Aronia Pflanzen in jedem Fall.

 

So wächst die Aronia Pflanze

Die Sträucher lieben knackiges Winterwetter, schließlich überstehen sie die kalten Monate im nördlichen Teil des US-Kontinents mühelos. Bis zu -35 Grad Celsius halten sie aus, werfen in den Wintermonaten aber ihr Blattwerk ab.

An die Bodenbeschaffenheit hat die Aroniapflanze wenig Anspruch, nur Staunässe mag sie nicht. Die Sträucher werden bis zu zwei Meter hoch. Weil in Kanada die Winter lang sein können, treiben die weißen Blüten erst zum späten Frühjahr hin aus. Ab August wachsen dann die Aroniabeeren an üppigen Dolden heran.

 

Wie lassen sich Aroniabeeren ernten?

Im Hochsommer hängen die Äste schwer beladen mit den fast schwarz gefärbten Früchten herab. Sie bieten Vögeln eine schmackhafte Mahlzeit. Die Beeren sind nur rund 10 Millimeter groß und sehen optisch aus wie Kulturheidelbeeren.

Ihre feste Haut ist intensiv dunkelviolett gefärbt. Im dunkelroten Fruchtfleisch sitzen die kleinen Kerne. Je mehr Sonne die Sträucher abbekommen, desto süßer reifen die Früchtchen heran. Zwischen August und Oktober ist Erntezeit. Dabei werden die üppigen Dolden vorsichtig von den Ästen geschnitten und anschließend weiterverarbeitet.

aroniabeere

Aroniabeere – By Healthshare (Own work) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

Welche typischen Aroniaprodukte gibt es?

Während die indigene Bevölkerung Nordamerikas die frischen Aroniabeeren selbst verarbeiten mussten, dürfen wir uns heute über eine große Auswahl an Aroniaprodukten freuen.

Besonders beliebt sind nach wie vor getrocknete Aroniabeeren*. Sie können pur geknabbert oder ins Müsli eingestreut werden. Wichtig ist darauf zu achten, dass die Beeren aus vertrauenswürdigen Quellen stammen und bestenfalls organischen Ursprungs sind. Aronia sollten ungeschwefelt sein und schmecken auch ohne Zucker- oder Schokoladenüberzug schön intensiv.

aroniabeerensaft in flaschen

Ebenfalls beliebt und gesund ist Aroniasaft. Ihn gibt es in verschiedenen Qualitätsstufen. Besonders hochwertig ist Aroniasaft, der als Muttersaft* deklariert ist. Dann handelt es sich um die erste Pressung (ohne Wärmeeinwirkung oder besonders viel Druck). Ein solcher Aroniasaft ist reich an Antioxidantien und erstklassigen Inhaltsstoffen.

Wird der Saft weiter ausgepresst, so handelt es sich um Direktsaft. Auch diese Qualitätsstufe ist hochwertig. Aufgrund des höheren Drucks beim Pressen lösen sich nun auch mehr Bitterstoffe, die sich geschmacklich bemerkbar machen können. Aroniasaft gibt es aber auch als Nektar, Fruchtkonzentrat oder Fruchtsaftgetränk.

Der duftende Aroniasaft wird auch als Aronia Trinkampulle* angeboten. Für Freunde von Nahrungsergänzungsmitteln lässt sich so die tägliche Dosis an Antioxidantien, Vitaminen und Mineralstoffen in der praktischen Ampulle genießen.

Vor allem als Zugabe für Smoothies oder als Bestandteil von sonstigen Mixgetränken hat sich Aronia Pulver* bewährt. Es wird meistens aus den festen Rückständen der Aroniasaft Produktion hergestellt. Andere Hersteller hingegen trocknen und pulverisieren nur die flüssigen Bestandteile des frischen Presssaftes, was wiederum ein Qualitätsunterschied mit sich bringt. Das Pulver ist lange haltbar und milder im Geschmack.

Wer es ganz bequem mag, greift zu Aronia Kapseln. Auch diese können aus den übriggebliebenen Rückständen der Aroniasaft Produktion hergestellt worden sein. Dieses Pulver wird in Kapseln gefüllt und kann ganz bequem täglich als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden. Es ist besonders praktisch für Menschen, die den herben Geschmack dieser Frucht so gar nicht mögen. Hier können Sie einige beliebte Kapseln kaufen*.

 

 

Nährwerte, Vitamine & Mineralien der Apfelbeere

Aroniabeeren werden immer wieder als Superfood bezeichnet. Nicht grundlos, schaut man sich die üppige Nährstoffdichte an. Alle hier genannten Werte beziehen sich auf erntefrische Aronia.

Diese wurden zur Untersuchung im Labor zerkleinert, um die Zellen der Schale, den Pflanzensaft und die sonstigen festen Bestandteile labortechnisch bewerten zu können. Als Quelle der detaillierten Aufschlüsselung an Nährstoffen in den folgenden Abschnitten, diente das Chokeberry Review der Universität Potsdam. [2]

 

Vitamine

Im Rahmen eines gesunden Stoffwechsels ist die stetige Aufnahme von Vitaminen unerlässlich. Vitamine sorgen für die Aufrechterhaltung des Immunsystems und sind insbesondere für Schwangere wichtig, um das Ungeborene vor Fehlbildungen zu schützen.

Vitamin-Spitzenreiter bei Aronia ist ganz klar Vitamin C. Rund 200 Milligramm Vitamin C stecken in einem Liter frisch gepresstem Aronia-Saft. Dazu gesellen sich 500 Mikrogramm Vitamin B1, 600 Mikrogramm Vitamin B2, 550 Mikrogramm Vitamin B6 sowie 3400 Mikrogramm Niacin und 2200 Mikrogramm Pantothensäure (Vitamin B5). Ebenfalls als sehr positiv zu bewerten ist der Anteil an Folaten. Hier kommt man auf 200 Mikrogramm Folsäure in den Früchtchen.

 

Spurenelemente und Mineralien

Spurenelemente und Mineralstoffe werden insbesondere für den Aufbau von Knochen, Nerven, Gewebe und Blut benötigt. Im frischen Presssaft bzw. den Früchten finden sich 26 Milligramm Natrium (bezogen auf ein Kilo Ausgangsmasse) sowie 2180 Milligramm Kalium.

Auch der Anteil von Calcium liegt mit 322 Milligramm in einer beachtlichen Höhe. Zudem bestehen die erntefrischen Aroniabeeren aus 162 Milligramm Magnesium und durchschnittlich aus 9,3 Milligramm Eisen. Das Spurenelement Zink ist mit 1,47 Milligramm ebenfalls üppig vertreten.

 

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sie stehen seit einigen Jahren im Fokus der Wissenschaft. Weil sie so umfangreich in der Apfelbeere enthalten sind, geben Ernährungswissenschaftler den kleinen Beeren gerne die Bezeichnung Superfood.

Aronia ist vor allem reichlich ausgestattet mit Carotinoiden. Dies erkennt man bereits auf den ersten Blick, denn Carotinoide sorgen mit ihren kräftigen Pigmenten für die dunkle Farbe der Beeren. Rechnet man die verschiedenen Unterarten der Carotinoide zusammen, so enthält ein Kilo Apfelbeere satte 48,6 Milligramm des sekundären Pflanzenstoffes.

Daneben tummeln sich jede Menge Polyphenole in den Beeren. Auch sie sind ein Farb- und Aromastoff. Die bioaktiven Substanzen kommen als Tannine, Phenole, Flavonoide bzw. Anthocyane vor. Zur Untergruppe gehören auch die Oligomeren Proanthocyanidine, kurz OPC genannt. Diese spezielle und hochkomplexe Mischung an sekundären Pflanzenstoffen machen Aronia so interessant für die Wissenschaft. Nur wenige andere Beerensorten verfügen über eine solch hohe Konzentration.

Wissenschaftler fassen die einzelnen Komponenten der sekundären Pflanzenstoffe im sogenannten ORAC-Wert zusammen. Diese Maßeinheit ermittelt die antioxidative Fähigkeit eines Lebensmittels. Je höher der ORAC-Wert ist, desto mehr positive Eigenschaften lassen sich aus dem Lebensmittel für die menschliche Gesundheit ableiten.

So liegt der ORAC-Wert für einen Apfel beispielsweise bei 2,2 µmol TE/100 g. Der Wert für Erdbeeren bei 20,6 µmol TE/100 g. Der sensationelle ORAC-Wert für Aronia wird in der Fachliteratur mit 160,2 µmol TE/100 g angegeben. Aufgrund dieser extremen antioxidativen Wirksamkeit werden den Früchten der Aroniapflanzen heilende Kräfte zugesprochen.

aronia botanische illustration

Botanische Illustration Aronia Melanocarpa – By Krauss, Johan Carl [CC BY 2.0 or Public domain], via Wikimedia Commons

Gibt es eine Heilwirkung auf den Organismus?

Heute ist es kein Geheimnis mehr, dass eine vollwertige, frische und nährstoffreiche Kost zu einer gesunden und widerstandsfähigen Gesundheit führt. Ein Baustein dafür kann Aronia sein.

 

Aronia gegen Entzündungen und Störungen des Immunsystems

Die Früchte der Aronia Pflanzen gelten ganz allgemein als extrem antioxidativ. Zunehmend entdeckt man ihre Kompetenz und setzt die leckeren Beeren immer häufiger im medizinischen Alltag ein. Als Antioxidantien gelten Lebensmittel dann, wenn sie einen besonders hohen ORAC-Wert aufweisen. Da dieser bei Aronia ungemein hoch ausfällt, scheinen die kleinen Früchtchen wahre Gesundheitshelfer zu sein.

Antioxidantien haben eine insgesamt schützende Funktion auf die Zellen des Körpers. Sie binden aggressive Sauerstoffverbindungen und haben demnach eine reparierende, verjüngende und entgiftende Wirkung. Bewiesen ist, dass die Apfelbeere entzündungshemmend und antibakteriell wirkt.

Weil die Beeren immer innerlich angewendet werden, können sie gegen jede Art von Entzündungen (Schwellungen, Rötung, Entzündungsschmerzen, funktionelle Einschränkung) eingesetzt werden. Die sekundären Pflanzenstoffe fördern die Immunreaktion und begünstigen somit den Heilungsverlauf.

Krankheitserreger werden schneller unschädlich gemacht und toxische Fremdstoffe aus dem erkrankten Gewebe entfernt. Die Wirkung von Aroniabeeren sorgt für eine Stärkung des Immunsystems und kann Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten, Toxine und Allergene sehr viel schneller neutralisieren und abtransportieren.

 

Gegen Bluthochdruck und Cholesterin

Weil die Apfelbeere aufgrund ihres hohen Gehaltes an Gerbstoffen (Tannine) leicht ausschwemmend wirkt, wird darüber die Harnbildung gefördert. Galle, Leber und Niere profitieren von den sekundären Pflanzenstoffen der Aronia und arbeiten effektiver.

Schöner Nebeneffekt: Die Blutwerte verbessern sich, der Blutdruck nimmt ab, eine etwaige Arterienverkalkung wird abgewehrt. Das gesamte Herz-Kreislaufsystem wird entlastet.

Weil die Aronia Wirkung wie die eines natürlichen Diuretikums ist, profitieren davon auch Menschen mit Neigung zu Ödemen und Lymphstauungen. Die enthaltenen Phenole wirken zudem thrombosevorbeugend.

 

Gegen Allergien

Wer allergisch auf bestimmte Substanzen reagiert, bei dem schüttet der Körper große Mengen bestimmter Botenstoffe aus (Leukotriene). Diese negativen Signalübermittler können durch die in Aronia reichlich enthaltenen Anthocyane und OPCs gehemmt werden.

 

Aronia gegen Krebs

Seit rund 10 Jahren diskutieren Ärzte die positiven Eigenschaften von Aronia zur Vorbeugung und Heilung bei Krebs. Zwar liegen noch keine abschließenden Ergebnisse vor, doch schon jetzt wird die Aronia Wirkung gezielt eingesetzt, um bei Brustkrebs-Patienten die Regenerationsfähigkeit nach einer Chemotherapie zu verbessern.

Auch eine präventive Wirkung bei Darmkrebs und Bauchspeicheldrüsenkrebs wird der Aronia nachgesagt. Hintergrund könnte sein, dass der extrem hohe ORAC-Wert hier eine Rolle spielt und krankmachende Zellen schneller aus dem Körper entfernt werden. Auch zeigt eine Studie, dass die Rückfallquote mittels Aronia gesenkt werden kann. [3]

 
Die Aronia Wirkung auf einen Blick – Aronia hilft gegen:

  • Allergien
  • Atemwegserkrankungen (Bronchitis, Asthma)
  • Blutbilderkrankungen (Cholesterin und Diabetes)
  • Durchblutungsstörungen
  • Erkrankungen der ableitenden Harnwege (Leber, Niere, Blase)
  • Erkältungen und Grippeerkrankungen
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Krebserkrankungen
  • Magen-Darm-Erkrankungen
  • Immunsystemstörungen

 
Dafür wird die Aronia Wirkung genutzt:

  • Stärkung des Immunsystems
  • Förderung der körpereigenen Abwehr
  • Ausleitung von Giftstoffen aus den Zellen (Toxine, Schwermetalle, Viren, Bakterien, Pilze)
  • Harmonisierung des Organismus

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Noch mehr Informationen über die Wirksamkeit von Aroniabeeren, ebenso welche Darreichungsform der Beeren die höchste Nährstoffdichte besitzt, erfahren Sie unter Aronia Wirkung.

 

Gibt es bekannte Nebenwirkungen?

Zwei Komponenten innerhalb der Aronia Wirkung werden kritisch gesehen. Einerseits sorgt der hohe Eisengehalt zwar für eine gute Versorgung mit dem Mineralstoff, doch paradoxerweise führt die stoffwechselanregende Eigenschaft zu einer vermehrten Ausschwemmung von Eisen.

Wer also täglich besonders viele Aroniabeeren zu sich nimmt, könnte langfristig unter einem Eisenmangel leiden. Aus diesem Grund wird Menschen, die unter der sogenannten Eisenspeicherkrankheit leiden, wiederum empfohlen, sehr hohe Mengen der Apfelbeere zu genießen.

Eine weitere negative Aronia Wirkung bezieht sich auf den Gehalt an Blausäure in den Früchten, der von den Kritikern immer wieder bemängelt wird. Doch die Sorge ist unberechtigt. Zwar befindet sich tatsächlich eine gewisse Ansammlung von Cyanwasserstoff in Aronia, doch handelt es sich um sehr geringe Mengen.

Als weitere Nebenwirkung kann die Verfärbung der Zähne aufgeführt werden. Wer große Mengen des Pulvers zu sich nimmt, könnte – wie bei Kaffee oder Rotwein – Ablagerungen an den Zähnen fördern.

 

Richtige Einnahme von Aronia

Als Konsument kann man ganz auf seinen Geschmack vertrauen. Die herben, leicht bitter schmeckenden Früchte können täglich genascht werden. Eine etwa handtellergroße Menge ist für Erwachsene problemlos essbar, für Kinder gelten halbe Portionsgrößen.

Wer lieber Aroniasaft zu sich nimmt, kann sich aus rund 100 Milliliter täglich eine leckere Schorle zubereiten. Auch bis zu drei Esslöffel Aroniapulver können täglich übers Müsli oder in den Smoothie gestreut werden.

Aufgrund der enthaltenen Gerbstoffe (Tannine) empfinden es viele Menschen als angenehmer, Aronia nicht auf leeren Magen, sondern nach dem Essen einzunehmen.

 

 

Fruchtig-feine Aronia Rezepte

Die Kraft der Aronia Pflanzen steckt in den kleinen Beeren. Ob Aroniasaft, Pulver oder die getrocknete Frucht – viele leckere und einfache Rezeptideen helfen dabei, die gesunden Früchtchen immer mal wieder in den alltäglichen Ernährungsplan einzubauen.

Aroniarezepte lassen sich übrigens auch gut mit heimischen, altbekannten Beeren abwandeln. Bernhard Watzl, Professor für Ernährungswissenschaft am Max-Rubner-Institut in Karlsruhe weist darauf hin, dass „Belege fehlen, dass die Inhaltsstoffe in exotischen Superfruits mehr Effekte haben als etwa hiesige Beeren aufweisen“. [4]

 


Dinner-Smoothie

Zutaten:

  • 2 EL Aroniapulver
  • 1 Knolle Rote Bete
  • 1 Gärtnergurke
  • 1 Tomate
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 Glas Wasser
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer, Tabasco

 

Zubereitung:

Die Rote Bete-Knolle schälen (Einweghandschuhe benutzen) und in mundgerechte Stücke schneiden. Gurke und Tomate waschen und putzen. Alle weiteren Zutaten in einen Mixer füllen und kräftig pürieren, bis ein dickflüssiger Drink entsteht.

Mit den Gewürzen abschmecken und kalt servieren. Ein herrlicher Starter, der als Vorspeise oder aber als gesunde Zwischenmahlzeit serviert werden kann.

 


Doppeltes Glück: Apfel- und Apfelbeeren-Chutney

Zutaten:

  • 1 KG Äpfel
  • 150 g Aronia (TK)
  • 10 EL Apfelessig
  • 1 große Zwiebel
  • 3 EL Honig
  • Salz, etwas Kubebenpfeffer

 

Zubereitung:

Die Aroniabeeren auftauen lassen, den Saft auffangen. Äpfel und Zwiebeln schälen, putzen und in dünne Scheiben hobeln. Zusammen mit dem Essig andünsten und einige Minuten sotten lassen, bis die Stückchen weich sind.

Dann die Beeren (nebst Saft) dazugeben, alles kurz aufkochen lassen und die Fruchtcreme auf kleiner Flamme einkochen. Mit Honig und den Gewürzen zurückhaltend abschmecken, in Gläser füllen und verschließen.

 


Für Schleckermäulchen: Aronia-Pflaumen-Aufstrich

Zutaten:

  • 1 KG Aroniabeeren
  • 1 KG Pflaumen
  • 1 KG Gelierzucker 2:1
  • Etwas Zimt

aronia rezepte pflaumen zimt aufstrich

 

Zubereitung:

Die Früchte waschen, die Pflaumen entkernen und in Stücke schneiden. Aronia und Pflaumen in mehreren Chargen im Mixer fein pürieren und in einen großen Topf umfüllen.

Den Zucker zufügen, untermischen und unter Rühren zum Kochen bringen. Rund drei Minuten sprudelnd kochen lassen. Zum Ende hin einen halben Teelöffel Zimtpulver unterrühren. Den Fruchtaufstrich in Gläser umfüllen und auf dem Kopf stehend auskühlen lassen.

 


Für die kalte Jahreszeit: Rosa Aronia-Früchtepunsch

Zutaten:

  • 250 ML Aroniasaft
  • 1 Flasche Riesling
  • 1 Beutel Vanillezucker
  • 3 Nelken
  • 1 Zimtstange
  • 5 EL Zucker
  • 1 Orange
  • 1 Zitrone

 

Zubereitung:

Den Saft und alle weiteren Zutaten (bis auf Orange und Zitrone) in einen großen Topf geben. Alles langsam auf zirka 80 Grad Celsius erwärmen. Auf dieser Temperatur rund 30 Minuten ziehen lassen.

Die Orange auspressen, den Saft hinzugeben. Die Zitrone waschen, in dünne Scheiben schneiden und auf die Teegläser verteilen. Heiß genießen.

 


Aronia-Pfannkuchen

Zutaten:

  • 250 g Mehl
  • 150 g Aronia
  • 60 g Zucker
  • 3 Eier
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 200 ml Milch
  • Etwas Puderzucker, Salz und Butter

aronia rezept pfannkuchen

 

Zubereitung:

Aronia waschen, abtrocknen und auf einem tiefen Teller mit einer Gabel leicht zerdrücken. Die Eier trennen. Die Eiweiße zu Schnee schlagen. Die drei Eigelbe mit Mehl, Milch, Zucker, Vanillezucker und einer Prise Salz zu einem glatten Teig verrühren.

Das Eiweiß vorsichtig unter den Teig heben. In einer mittelgroßen Pfanne die Butter zergehen lassen. Den Teig einfüllen und pro Pfannkuchen einige der Beeren drüberstreuen und mit einbacken lassen. Die Pfannkuchen von beiden Seiten goldgelb backen und noch warm mit Puderzucker genießen. Aronia Rezepte lassen sich übrigens auch mit Blaubeeren abwandeln.

 


Quellen:
[1] moz.de – Aronia-Anbaufläche wächst weiter – Abruf am 15.08.2017

[2] pascoe.ca – Chokeberry(Aronia melanocarpa) – A Review on the Characteristic Components and Potential Health Effects – Abruf am 17.08.2017

[3] ncbi.nlm.nih.gov – Effects of the commercial extract of aronia on oxidative stress in blood platelets isolated from breast cancer patients after the surgery and various phases of the chemotherapy – Abruf am 20.08.2017

[4] test.de – Alternativen zu Goji, Aronia & Co: Superfrüchte gibt es auch bei uns – Abruf am 24.08.2017